BestellungVollständiger Leitfaden

Online-Bestellung im Restaurant: der vollständige Leitfaden

Online-Bestellung ist keine einzelne Schaltfläche, sondern eine Kette: Sichtbarkeit, Kanal, Checkout, Betrieb und Wirtschaftlichkeit. Dieser Leitfaden geht die ganze Kette durch und zeigt, wo ein Restaurant Marge und Gästebeziehung behält — und wo es beide aus der Hand gibt.

Aktualisiert 6 KapitelGeprüft von Menuella Editorial Team

Die kurze Antwort

Falls Sie sonst nichts lesen.

  • Online-Bestellung ist eine Kette — Sichtbarkeit, Speisekarte, Checkout, Zahlung, Erfüllung, Rückkehr —, und wer welches Glied besitzt, entscheidet, wer Marge und Gästebeziehung behält.
  • Marktplätze und die eigenen Kanäle eines Restaurants lösen unterschiedliche Aufgaben: Marktplätze gewinnen die Sichtbarkeit bei Gästen, die das Restaurant noch nicht kennen; Website, App, Kiosk und Telefon gewinnen alles, was nach dieser ersten Bestellung kommt.
  • Die beworbene Marktplatz-Provision ist die Schlagzeile, nicht die Gesamtrechnung — verpflichtende Rabatte, bezahlte Platzierung und Erstattungsrisiko treiben die tatsächlichen Kosten regelmäßig weit über den gedruckten Prozentsatz.
  • Ein Checkout entscheidet sich an vier Dingen, die zusammen stimmen müssen — Bestellzustand, betriebliche Prüfung, Zahlungsstatus und Übergabe an die Küche —, nicht daran, wie die Seite aussieht.
  • Ein guter Upsell verhält sich wie ein aufmerksamer Kellner, nicht wie ein Verkäufer: ein passender Vorschlag, nach Deckungsbeitrag geordnet, gefiltert danach, was die Küche tatsächlich noch schaffen kann, mit einem Antippen wieder weg.
  • Lieferung wird durch betriebliche Disziplin gewonnen oder verloren, nicht durch die App: Zonen nach Fahrzeit statt nach Kreis auf der Karte, eine Ankunftszeit mit Puffer, die daran gemessen wird, wie oft sie wirklich gehalten wird, und ein eingeübter Plan für den Ernstfall.
  • Margenrückgewinnung zielt mit unauffälligen Direktkanal-Anreizen auf Stammgäste, nicht auf einen Preiskampf mit dem Marktplatz oder einen plötzlichen Ausstieg.
  • Die Reihenfolge, die für die meisten Restaurants funktioniert: erst die Speisekarte besitzen, dann den Checkout besitzen, dann die Stammgäste besitzen — und nicht jeder Kanal lohnt sich für jeden Betrieb.
Inhalt

Was Online-Bestellung tatsächlich ist

Die Kanäle — und welche Aufgabe jeder für den Gast löst

Checkout: Architektur, Conversion und der Upsell, der sich seinen Platz verdient

Betrieb: Vorbestellungen, Nachfragespitzen und Lieferung, die ihr Versprechen hält

Die Wirtschaftlichkeit: was eine Marktplatzbestellung kostet, und wie sich Marge zurückgewinnen lässt

Entscheiden, was zu bauen ist — und in welcher Reihenfolge

Häufige Fragen

Brauche ich noch ein eigenes Bestellsystem, wenn ich schon einen Liefermarktplatz nutze?
Was kostet eine Marktplatzbestellung tatsächlich, wenn alles mitgezählt wird?
Lohnt sich ein Kiosk oder eine Telefonbestell-Lösung für ein kleines, unabhängiges Restaurant?
Wenn ich nur eine Sache ändern kann — wo sollte ich anfangen?
Wie schnell kann ein Restaurant realistisch Volumen vom Marktplatz zur Direktbestellung verschieben?
Ist es immer sinnvoller, Lieferung selbst zu betreiben, statt einen Marktplatz dafür zu nutzen?

Weiterer Leitfaden

Ein angrenzendes Thema, genauso aufbereitet.

Tiefer einsteigen

Artikel, die einen Teil davon weiterführen.

Hier erklärte Begriffe

Definitionen in einem Satz im Restaurant-Lexikon.

Die Provisionsfalle
Die Provisionsfalle ist der Unterschied zwischen der beworbenen Provision einer Lieferplattform und den tatsächlichen Gesamtkosten einer Plattformbestellung.
Margenrückgewinnung
Margenrückgewinnung ist das gezielte Zurückholen von Deckungsbeitrag, der über Lieferplattformen verloren geht, auf die eigenen, direkten Kanäle.
Deckungsbeitrag
Der Deckungsbeitrag ist der Betrag, der nach Abzug der variablen Kosten von einer Bestellung übrig bleibt und zur Deckung der Fixkosten beiträgt.
Durchschnittsbestellwert (AOV)
Der Durchschnittsbestellwert ist der durchschnittliche Wert einer Bestellung, berechnet als Umsatz geteilt durch die Anzahl der Bestellungen.
Reibungsloser Checkout
Ein reibungsloser Checkout ist ein Bestellabschluss ohne unnötige Schritte, Wartezeiten oder Ablenkungen — je weniger Reibung, desto höher die Conversion.
Warenkorbabbruch
Ein Warenkorbabbruch liegt vor, wenn ein Gast Artikel in den Warenkorb legt, den Bestellvorgang aber vor der Zahlung verlässt.
Kontrollierte Auslastung
Kontrollierte Auslastung bedeutet, Bestellungen nach der tatsächlichen Kapazität von Küche und Lieferung anzunehmen und zu steuern — damit Zusagen auch in Spitzenzeiten haltbar bleiben.
Direktkanal-Prinzip
Das Direktkanal-Prinzip bedeutet, die eigene Bestellseite zum bevorzugten Weg für bekannte Gäste zu machen — dort bleiben Bestellung, Marge und Kommunikation beim Restaurant.
← Alle Leitfäden