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Restaurant-LexikonMenuella-Konzept

Die Provisionsfalle

Die Provisionsfalle ist der Unterschied zwischen der beworbenen Provision einer Lieferplattform und den tatsächlichen Gesamtkosten einer Plattformbestellung.

Warum es zählt

Die beworbene Provision — meist 30 % — ist nur der erste Kostenblock, nicht die ganze Rechnung. Sobald Pflichtrabatte, bezahlte Platzierungen, die Haftung für Rückerstattungen und der Verlust der Gästedaten dazukommen, liegen die effektiven Kosten oft über 40 % pro Bestellung.

Die Falle liegt darin, den Betrieb nach Bruttoumsatz statt nach Deckungsbeitrag zu steuern: Der Umsatz sieht gesund aus, während die Marge pro Bestellung still verschwindet. Wer die Provisionsfalle kennt, entscheidet bewusst, welche Bestellungen über die Plattform laufen — und welche auf den eigenen, direkten Kanal wandern.

Formel

Gesamtkosten = Provision + Pflichtrabatte + Werbung + Rückerstattungen + verlorener Gästewert

Beispiel

Bei einer 30-€-Bestellung bleiben über den Marktplatz nach allen Abzügen 14,50 € — per Direktbestellung 29,25 €. Dieselbe Küche, dieselbe Verpackung, 14,75 € Unterschied.

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